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Mit Zittern zum Big Point
Datum:
10. April 2010
Abstiegskrimi: Dieses Wort beschreibt die gestrige Partie gegen Sylvia Ebersdorf wohl ziemlich genau. In einem zwar nicht besonders hochklassigem, dafür aber sehr intensivem Spiel ist dürfte die mit Sicherheit wichtigste Botschaft nach Spielende heißen, dass dank eines 2:1-Sieges drei Punkte auf der Habenseite stehen.
Eigentlich lief in der ersten Halbzeit zunächst alles nach Plan. Nach einem Freistoss aus dem Halbfeld, an dem mehrere Fichtelgebirgler knapp vorbeirauschten, hatte man die erste gute Möglichkeit der Partie. Trotzdem war es schon einen Tick überraschend, mit welcher Effizienz man dann plötzlich 2:0 in Führung lag: Nach einem langen Einwurf von Pittroff - wieder einmal ist der Vergleich mit Rory Delap zutreffend - behielt Felix Hofmann als einziger Akteur die Übersicht und brachte die U17 in Führung. Und als dann Pittroff auf der linken Seite des Strafraums nur durch ein Foulspiel gestoppt werden konnte, ergab sich per Strafstoss die herausragende Möglichkeit zu einem komfortablen Führung. Der Gefoulte trat selbst an und konnte, nicht zuletzt dank gewisser örtlicher Gegebenheiten am Elfmeterpunkt, den Ball etwas kurios, aber sicher im Tor unterbringen.
Doch ein ruhiges Spiel wollte sich nun trotzdem nicht entwickeln, ganz im Gegenteil: Der Gast aus Ebersdorf, angestachelt durch einen Pfostentreffer noch aus den ersten 40 Minuten, wurde im zweiten Durchgang von Minute zu Minute stärker. Die JFG wiederum verspielte die Möglichkeit zu Entlastungsangriffen oder gar der Entscheidung schon in der Entstehung vielleicht etwas fahrlässig, so dass man sich mit Kick-and-Rush vor allem in den letzten Minuten in die eigene Hälfte oder sogar den eigenen Strafraum gedrängt sah. Als dann durch unglückliche Umstände auch noch der Anschlusstreffer fiel, war großes Zittern angesagt. Auch mit einer gewissen Portion Glück verteidigte man am Ende dann aber doch noch den Vorsprung und brachte den Zittersieg über die Zeit.
Am Ende zählen selbstverständlich nur die drei Punkte und im Abstiegskampf ist Ästhetik nun einmal eher ein Fremdwort, doch nichtsdestotrotz sollte man sich hinterfragen, ob der Sieg nicht müheloser eingefahren werden könnte. Dass nur auf dem Vorsprung ausruhen leicht schiefgehen kann, sollte man gestern in aller Deutlichkeit gesehen haben.
Und dennoch: Die drei Punkte verschaffen für einen Moment Luft im Abstiegskampf, doch ohne ein weiteres Erfolgserlebnis schon am nächsten Freitag gegen den ATS Kulmbach kann die temporäre Verschnaufspause schon wieder beendet sein.
Fotos von der Begegnung gibt es an dieser Stelle zu sehen.
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