Knapp die Sensation verpasst

Datum: 
5. Juni 2010

Um die Leistung der U17 am vergangenen Samstag am Besten einschätzen zu können, ist ein Blick auf das Hinspiel sicher nicht ganz verkehrt. Damals leistete sich das Team den schwächsten Auftritt der gesamten Saison, trat ebenso mutlos wie lustlos auf und wurde in der Folge von den spielstarken und kombinationsfreudigen Coburgern geradezu verprügelt. Die stolzen elf Gegentreffer sprechen da wohl eine deutliche Sprache.

Unter dem Eindruck dieser Lehrstunde konnten sich die Fichtelgebirgler im Vorfeld des Wiedersehens natürlich nur minimale Chancen ausrechnen, zumal der Kader wegen unglücklicher Urlaubsplanungen und diverser Verletzungen auf gerade einmal 11 Spieler geschrumpft war. Sich so teuer wie möglich verkaufen und es dem Gegner so schwer wie möglich machen, so musste das Motto lauten. Und bei aller Bescheidenheit, diese Zielsetzungen wurden mit Bravour erfüllt.

Natürlich war der DVV Coburg insgesamt das überlegende Team, hatte die besseren Kombinationen, Chancen und spielerischen Möglichkeiten. Doch es war schon imponierend, wie sich das Heimteam immer wieder aufsrappelte und etwa nach einem 0:2-Rückstand sensationell durch Pittroff und Dittmann zum 2:2 Ausgleich kam. Und obwohl man sich im Gegenzug direkt wieder das unnötige 2:3 fing, ein oder zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff, kam man auch nach der Pause wieder mit einer engagierten Einstellung aufs Feld. Und tatsächlich konnte man noch einmal ausgleichen, als nach einem Schuss von Hofmann, den der Keeper nur abprallen lassen kann, Rausch abstaubte.

Dass man trotz dieser Energieleistungen am Ende keine Punkte gegen den Tabellenzweiten einfahren konnte, sondern sich dann doch mit 3:6 geschlagen geben musste, ist angesichts der gezeigten Moral dann auch kein Jammer. Nachdem ein entscheidender individueller Fehler zum abermaligen Rückstand führte, vwar wegen den kräftezehrenden Temperaturen, drm schwer zu verteidigende Kombinationsspiel der Gäste und der fehlenden Ersatzbank ein abermaliges Comeback schlicht und ergreifend nicht mehr möglich. Doch schon sah hatte man sich besser verkauft als erwartet, und auch wenn im Abstiegskampf nichts Zählbares zurückbleibt, eine wichtige Lehre kann man aus diesem Auftritt ziehen: Die Moral, die man für den Klassenerhalt braucht, ist definitiv vorhanden - sie muss im anstehenden Sechs-Punkte-Spiel nur eben auch abgerufen werden.

 

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